Geschichten für „Gross und Klein“
00:00:00: Ein Winterwunder im Herzen des Dorfes.
00:00:04: Es war eine stille Nacht, in der Schnee wie fein die Kristalle auf die Dächer legte und der Mond eine silberne Leucht über das Dorf schickte.
00:00:13: In der Mitte des Ortes stand eine kleine Holzhütte, deren Fenster von warmen Kerzenlicht durchbrochen war.
00:00:21: Hier wohnte die alte Jungfer Liese, die jeder im Dorf liebevoll die Hüterin der Geschichten nannte.
00:00:28: Lise war nicht mehr jung, doch ihr Herz klopfte noch immer im Rhythmus der festlichen Zeit.
00:00:35: Jedes Jahr sammelte sie Geschichten aus der ganzen Welt, die sie in einem großen Buch aufbewahrte.
00:00:42: Das so dick war, dass es fast die ganze Tür blockierte.
00:00:47: Wenn der Wind durch die Straßen zog, schwang sie das Buch auf ihren Schoß und ließ die Worte wie Schneeflocken herabfallen.
00:00:55: In diesem Jahr fühlte sich das Dorf sonderbar still an.
00:00:59: Die Menschen waren müde von den Sorgen des Alltags, die Geschäfte hatten weniger Besucher und der alte Tannenbaum auf dem Marktplatz stand noch kahl.
00:01:10: Doch Lise glaubte fest daran, dass Magie nicht mit lauten Tönen kommt, sondern in kleinen Momenten wächst, wie der erste Stern, der am Himmel funkelt oder ein Lächeln, das die Dunkelheit vertreibt.
00:01:24: Am Abend des heiligen Abends klopfte es unerwartet an ihre Tür.
00:01:28: Draußen stand ein junges Mädchenes namens Mia, das ich verlaufen hatte.
00:01:34: Ihre Augen waren groß verstaunt, doch ihre Kleidung war vom Kälte gezeichnet.
00:01:40: »Guten Abend«, sagte Mia Schüchtern.
00:01:43: »Meine Familie ist in diesem Jahr nicht hier, und ich fände den Weg nicht nach Hause.
00:01:48: Könnt ihr mir helfen?«.
00:01:50: Liese nickte und führte sie hinein.
00:01:53: wobei der Duft von Zimt und Tannnall und die Luft erfüllte.
00:01:59: Jetzt findet eine Kerze an, stellte heißen Kakao bereit und setzte sich mit Mia an den Küchentisch.
00:02:06: Während sie redeten, bemerkte Lise, eine winzige, verlorene Seite aus ihrem großen Buch.
00:02:13: Die Seite schien zu leuchten, als ob sie aus einer anderen Zeit stammel.
00:02:18: Neugierig hob Lise diese auf und las die Worte, Wenn Liebe sich versteht, findet das Herz den Weg auch durch die dunkelste Nacht.
00:02:29: Dieses Blatt war noch nieder, murmelte mir.
00:02:32: Es fühlte sich an, als hätte es mich gefunden.
00:02:36: Liese lächelte.
00:02:37: Manchmal schicken die Sternen eine Spur aus Licht, damit wir den Weg nach Hause finden.
00:02:44: Gemeinsam beschlossen sie, die Spuren zu folgen, die das Blatt hinterließ.
00:02:50: Auf dem Marktplatz entzifferten sie die Botschaft aus dem Stern Staubzeichen, die in den Schnee gezeichnet waren, winzige Pfeile, die nach Osten wiesen und ein einzelner Stern über dem Rathaus.
00:03:05: Die folgten den Hinweisen, vom Haus zu Haus, von Fenster zu Fenster, bis sich schließlich am Rand des Waldes ankam.
00:03:14: Dort stand ein altes verfallenes Haus, das seit Jahren leer stand.
00:03:20: Die Tür knarrte, als Mia sie vorsichtig öffnete.
00:03:24: Drinnen roch es nach Honig und Pfefferkuchen und im Kamin knistete das Feuer, das irgendwie heller schien als gewöhnlich.
00:03:33: Auf dem Tisch lag ein alter Brief, der mit einer roten Schleife verschnürt war.
00:03:39: Darauf standen nur drei Worte.
00:03:42: Für den Heimweg.
00:03:44: Neben dem Brief saß ein kleiner Junge, der sie freundlich anlächelte.
00:03:49: Ich bin Jonas, sagte der Junge.
00:03:51: Ich habe hier mit meiner Familie gewohnt, bis das Schicksal uns auseinandertrieb.
00:03:56: Wir wollten nur sicherstellen, dass alle heute Nacht wieder zusammenkommen.
00:04:02: Mia sprang auf und schloss ihn fest in die Arme.
00:04:05: Lisa erkannte, dass sich der Kreisschloss, die Familie, die schon lange getrennt war, hatte sich durch die Magie eines vergessene Briefes wiedergefunden.
00:04:16: Mit Jonas an der Hand führten Lisa und Mia ihn zurück ins Dorf.
00:04:21: Als sie den Marktplatz erreichten, war der Tannenbaum endlich geschmückt.
00:04:26: Nicht mit Glaslitzer, sondern mit Geschichten.
00:04:30: Jede Familie legte eine selbstgeschriebene Notiz unter den Baum.
00:04:34: Eine Erinnerung, ein Dankeschön, eine Hoffnung.
00:04:38: Die Dorfbewohner bemerkten, wie das Licht von den Fenstern nach außen strömte und die Straßen ein warmes, goldenes, leuchtende tauchte.
00:04:47: In der Mitte des Baumes hing eine neue Kette aus Stern, die Mia und Jonas zusammengebunden hatten.
00:04:54: Es war kein teures Ornament, sondern eine einfache Binde aus Papier, die Freunde und Nachbarn miteinander vereinte.
00:05:04: Lise sah zu, wie die Kinder tanzen, wie Eltern lächelten und ein paar alte Freunde die Hände ineinander legten.
00:05:13: Es war, als ob das Dorf selbst atmete.
00:05:16: Durch Liebe, durch Geschichten, durch das gemeinsame Fest, das weder laut noch teurer war, sondern ehrlich und nah am Herzen.
00:05:25: Als sie Nacht weiterzog, führte Lise eine Ruhe, die sie lange nicht mehr gespürt hatte.
00:05:32: Der Schnee draußen glitzerte, wie feine Diamanten unter Himmel, schien heller zu werden.
00:05:38: Mir nahm, lese bei Seite und flüsterte, Manchmal braucht die Welt einfach nur jemanden, der an sich glaubt.
00:05:47: Liese nickte und schlug das große Buch auf.
00:05:51: Die Seite, die sie gefunden hatten, schloss sich sanft, als wäre sie nie getrennt gewesen, als hätte sie sich neu geschrieben.
00:06:00: Am Morgen des ersten Weihnachtstags erwachte das Dorf zu einer wunderbaren Wärme.
00:06:05: Niemand konnte genau sagen, wann der Zauber begonnen hatte.
00:06:09: Doch jeder wusste, dass etwas Wunderbares geschehen war.
00:06:13: Die Gemeinschaft war wieder zusammengefunden.
00:06:16: Herzen hatten sich geöffnet und der Glaube an die Magie der Weihnacht war stärker denn je.
00:06:23: Liese stand am Fenster ihrer Hütte, das Buch fest an den Brust gedrückt.
00:06:28: Draußen tanzen Schneeflocken im Wind.
00:06:31: Und über dem Dorf hing ein heller Stern.
00:06:33: Sie wusste, dass die Geschichten niemals enden würden, solange Menschen sie weiter tragen.
00:06:40: Mit der Duft von Zimt in der Luft, der selbst die kältesten Nächte erwärmt.
00:06:44: Und während die Glocken des Kirchtums ihren sanften Klang durch das Dorf schickten, flüsterte Liese leise, frohe Weihnacht ihr Lieben.
00:06:54: Möge das Herz jedes Einzelnen das Licht finden, das den Weg nach Hause weist.
00:07:01: Ich wünsche Euch allen ein frohes Weihnachtsfest, schöne Stunden, gutes Essen und besinnliche Stunden.
00:07:08: Denkt auch an diejenigen, die nicht mehr da sind, denn auch die sind in unserem Leben sehr wichtig.
00:07:16: Ich möchte Euch auf diesem Wege auch noch einmal Danke sagen, für alle die, die diesen Podcast regelmäßig verfolgen und hören.
00:07:25: Auch im neuen Jahr wird es schöne Geschichten geben, zum Hören, zum Lachen und zum Spannen zuhören.
00:07:32: Bis dahin, alles alles Liebe, Euer Andreas.